Pierre-François Bocion
Spuren des Seins, 2019
Vita von Pierre-François Bocion

Pierre-François Bocion wurde in Winterthur in der Schweiz geboren. Er ist Bürger von Lausanne. Das Studium der Pflanzenwissenschaften schloss er 1965 in Weihenstephan/München ab.
In leitender Funktion war er bei der CIBA AG, GEIGY AG, ROCHE AG, SANDOZ AG und NOVARTIS AG tätig. Er entwickelte Screeningsysteme, untersuchte jedes Jahr rund 3000 neue chemische Substanzen auf ihre pflanzenbiologische Wirkung und leitete verschiedene Projekte von neuen Pflanzenwuchsregulatoren und Herbiziden bis zur Markteinführung.
Dazwischen lagen längere Forschungsaufenthalte in England, den USA und am Weizmann Institut in Israel. Mit den Professoren Galun und Jonathan Gressel, Departement of Plant Science am Weizmann Institute, verband ihn eine Zusammenarbeit bis heute. Zusammen entwickelten Sie die Pflanzenzellkultur von Unkräutern und untersuchten den Wirkungsmechanismus von Diketogulonsäure einen neuartigen Wachstumsregulator. Die Vitaminsparte von Roche beriet er während einiger Jahre bei der Forschung und Entwicklung von Vitaminen für den Pflanzenbau. Seine Tätigkeit (Forschung und Entwicklung) erstreckte sich über Europa, die UDSSR, die USA, Lateinamerika, Afrika und Australien.
Mit 25 Universitäten organisierte er die Zusammenarbeit, besonders intensiv war die gemeinsame Forschung mit Prof. Nikolaus Amreihn (Plant Sciences, ETH Zürich) und Prof.Peter Böger (Pflanzenphysiologie Universität Konstanz).

Die wissenschaftlichen Publikationen und Patente können bei Google unter P.F. Bocion aufgerufen werden.

Von 1971 bis 1985 engagierte er sich in der Politik, war Mitglied des Gemeindeparlamentes in Winterthur, Präsident von Wohltätigkeitsorganisationen und Bürgerinitiativen (Streichung der Autobahn von Winterthur nach Basel, naturnahe Verbauung der Thur, S-Bahn ins untere Whental usw.) zum Schutz der Umwelt.
Er lernte Zeichnen und Malen bei Rudolf Brunner und Peter Gerster während der Schulzeit. Im Studium in München belegte er Kunstgeschichte im Nebenfach. Kurse in Malen und Zeichnen besuchte er bei Walter Krebser in Vieure (F), bei Prof. Marthe Thaon in Flavigny (F).
Von 1992 bis 1998 arbeitete er gemeinsam mit Kurt Fuchs und Hansjörg Schwob an gestalterischen Motiven in Basel. Von 1998 bis 2002 besuchte er die Klasse von Christian Scheuber an der Hochschule für Kunst und Gestaltung in Zürich.
Arbeitstechniken: Öl, Gouache, Acryl, Aquarell, Bleistift, Kohle, Kugelschreiber, Pastell, Filzstift und Buntstift. Es entstanden Holz- und Linolschnitte. In Zusammenarbeit mit Martin Luck entstanden Plastiken aus Stein, Metall, Draht, Holz und Stoff. Eine mobile Bildskulptur und Landart.